| Jehovas Zeugen |
Jesus hat uns, wie in obigem Vers ausdrücklich
erwähnt, aufgefordert, das Mahl immer wieder zu feiern.
Paulus sagt uns: "Sooft ihr..." Weder Jesus noch Paulus haben uns
also vorgeschrieben oder auch nur angedeutet, wie oft wir das Abendmahl
feiern dürfen. Die Auffassung, es in eine Schublade mit Hochzeitstagen
oder mit Geschichtsdaten zu stecken und nur einmal im Jahr zu feiern, ist
daher eine willkürliche Entscheidung. Daran ist zunächst
einmal nichts verkehrt: Wenn es uns von der Bibel her freigestellt
wird, wie oft wir das Abendmahl feiern, dann ist es auch eine legitime
Entscheidung, es nur einmal im Jahr zu feiern. Umgekehrt
gilt aber auch, daß man anderen Christen keinen Vorwurf machen
kann und darf, wenn es ihnen wichtig ist, dieses Mahl häufiger zu
feiern. Immerhin erinnern sie sich dabei an Jesus und das,
was er getan hat, ja, sie verkündigen sogar den Tod ihres Herrn!
Eine eminent wichtige Stelle! Hier geschieht eine entscheidende Wende: Vorher galt der Alte Bund, den Gott mit den Israeliten geschlossen hat. Hier sagt Jesus: Der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besteht in meinem Blut! Die Zeit der Opferungen ist vorbei, die Zeit der Vorschattungen auf das Opfer, das ein und für alle mal für die Schuld der Menschheit sühnen wird. Das wird auch daran deutlich, daß mit Jesu Tod der zentimeterstarke Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel von oben bis unten zerreißt, von Gottes Hand zerteilt. Der Weg zu Gott steht offen, wir dürfen zu ihm in das Allerheiligste kommen - aber nur in Jesus.
Das Blut, das Jesus vergießt, ist zur Vergebung unserer Sünden vergossen. Wer sollte also von Brot und Wein nehmen? Alle Menschen, die sich unter diesen neuen Bund mit Gott stellen wollen, die sein Angebot der Vergebung annehmen. Ohne den Neuen Bund in Jesu Blut gibt es nur den Alten Bund, der jedoch in Jesus aufgehoben und erfüllt ist. Nur im Neuen Bund haben wir Vergebung unserer Schuld!
Die Lehre des Wachtturms enthält dieses Zeichen des Neuen Bundes, den Gott mit den Menschen schließt, jedoch den allermeisten ihrer Anhänger vor. "Wie viele sollten davon nehmen? Jesus sagte, daß nur eine 'kleine Herde' das himmlische Königreich als Belohnung empfangen würde (Luk 12:32)." (Unterredungsbuch, S.172)
Und wo bitte lehrt die Bibel, daß diese kleine Herde aus Lukas 12:32 mit den 144.000 gleichzusetzen ist? Nirgendwo: Es ist eine völlig willkürliche Festlegung. Sicherlich sind es nur wenige Menschen, die den Weg in Gottes Königreich finden, wie es auch nur wenige Menschen sind, die den schmalen Pfad betreten, der zu ihm führt. Alle, die ihn aber gefunden haben, alle die sich auf diesen schmalen Pfad begeben haben, alle diese Menschen dürfen auch von den Zeichen seines Bundes nehmen.
Nachtrag: Das "himmlische Königreich" bedarf noch einer gründlicheren Diskussion, die aber nicht zum Thema dieser Ausarbeitung passen würde.
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